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Rechte und linke Sozialisten – Politik der Hassliebe

Die Masseneinwanderungsinitiative der SVP wurde mit einer verschwindend kleinen Mehrheit angenommen; zählt man alle Nichtwähler und Ausländer (da nicht Stimmberechtigt) ab sind es deutlich weniger Stimmen die für diese Initiative dafür waren. Genau genommen war die Stimmbeteiligung bei (hohen?) 56.6 %.  Das heisst knapp 30 % der Schweizer Gesamtbevölkerung haben die Initiative an der Urne befürwortet. Wie immer in unserer wunderbaren Demokratie herrscht auch hier wieder eine Minderheit über die Mehrheit.

Aber die Demokratiekritik soll hier nicht das Thema sein.

Konsultiert man den Mainstream wird einem die Vernunft mit subjektiver und ideologischer Berichterstattung aus dem Schädel gehämmert. Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Der Staatssender SRF konnte und wollte bis zum frühen Sonntagabend das sich abzeichnende Ja gegen die Masseneinwanderung nicht wahrhaben. Ein regelrechter Eiertanz haben die Moderatoren hingelegt. Köstlich!

Bereits am gleichen Abend und die Tage bis heute sind geprägt von Horrormeldungen und Warnungen. Wohlstand gefährdet! Wirtschaft geht den Bach runter! Schweiz dem Untergang geweiht! EU-Sanktionen gegen die Schweiz! Fremdenhass! Rassismus!
Das beste Zitat eines Bürgers: „…man kann das Resultat drehen oder wenden wie man will; es ist klar: die Schweiz will keine Ausländer…“. Den Journalisten der diese Zeilen zitiert sollte man genauso aus dem schweizerischen Staatsgebiet verfrachten wie den Typen der solch geistigen Müll erzählt.

Auf der anderen Seite des Polittheaters ein ähnlich bizarres dafür gegenteiliges Bild: Jubel, Jubel! Die Schweiz gerettet! Endlich wird etwas gegen die Einwanderung und Asylanten getan! Die Insel Schweiz kann wieder blühen! Sozialsysteme gerettet! Schweizer endlich wieder Vorrang am Arbeitsplatz!

Nebst den EU-Funktionären und deren Drohungen gegen ein halbwegs freies Volk und andere haarsträubenden Äusserungen die tief blicke lassen, was Regierungen und Beamte vom „Fussvolk“ halten, ist es für einen Libertären einen echten Graus, aber auch Bestätigung für die Überzeugung das Regierungen, Beamte und das Gewaltmonopol das grösste Übel unseres Planeten ist.

Als Libertärer habe ich diese Initiative natürlich ganz klar abgelehnt. Eine Bürokratie sondergleichen wird durch diese Beschränkung der Einwanderung hochgefahren; der Staat bekommt mehr Macht, die Beamten mehr Geld. Wir Arbeiter verhalten diese Nullrunden mit täglicher Arbeitsleistung.

Und nicht zuletzt: nur Staaten und deren Konzept schaffen es Menschen legal als illegal zu brandmarken.

Aus libertärer Sichtweise ist die Idee von Zwangsabgaben für Sozialsysteme ebenso ein Widerspruch zur Freiheit wie Einschränkungen von der Einwanderung in Staatsgebiet. Das Gewaltmonopol des Staates bestimmt seit jeher über die Sozialsysteme was mit überwiegender Mehrheit als gut empfunden wird und bald auch wieder über die Einwanderung was nun scheinbar als schlecht empfunden wird. Doch ein Staat setzt ein Staatsgebiet voraus das begrenzt ist und staatliche Sozialsysteme werden durch einen Topf von Leistungserbringern (im Sinne von Einzahlungen) gefüttert der ebenfalls nicht unerschöpflich ist. Überwiegen in einem Sozialstaat (d.h. die Töpfe der Sozialsysteme werden durch Zwangsabgaben gefüllt) die Bezüger diejenigen die die Leistungen erbringen, kippt das Konzept Sozialstaat. Da durch die Personenfreizügigkeit die Menschen von der EU und Euro-zerstörten Nationalstaaten und deren marode Sozialsysteme in die noch „heile“ Schweiz mit Top-Sozialabgaben und vermeintlich gesundem Sozialstaat in Massen kommen, ist es nur eine Frage der Zeit bis auch die Schweiz im Konzept Sozialstaat ins Negative kippt und sich auch hier die EU-Wüste breitmacht. Ebenfalls hat die Schweiz im Gegensatz zur gesamten EU ein noch halbwegs freie (oder besser weniger regulierte) Wirtschaft und dank dem föderalistischen System eine realtiv schlanke Bürokratie. Damit sind die Löhne gut und die Abgaben nicht derart hoch. Diese Tatsache macht die Schweiz in der Tat zu einer Insel in Europa.

Mit der Masseneinwanderungsinitiative wurde dieser Entwicklung ein staatlicher d.h. sozialistischer Riegel geschoben.

Mit ein bisschen Vernunft und Logik müsste den roten Linken dieser Sozialismus doch auch gefallen. Im Staate sind die Linken und Rechten eben Abhängig voneinander; im Sinne einer Hassliebe. Ohne Links, kein Rechts, ohne Staat keine Politik.

Fazit: ein Staat besitzt das Gewaltmonopl welches in einem bestimmten Staatsgebiet gilt.
Das heisst ohne Staatsgebiete keine Ein- bzw. Auswanderung und ohne zwangsbasierte Sozialsysteme keine Möglichkeit Töpfe anzuzapfen welche man nie selber gefüllt hat.

Rechte und linke Etatisten haben gewonnen; Verlierer ist die Freiheit!

Zum Schluss möchte ich noch ein Kommentar welcher unter einem Youtube-Video geschrieben wurde, zitieren:

…die entscheidenden Faktoren die zur Annahme der Initiative geführt haben sind:
Ausländeranteil in der Schweiz: 23,3%, in Deutschland sind es gerade mal 8,2%!
Fast 50% der Sozialleistungen werden von Ausländer bezogen (Arbeitslosenkasse: 44,6%, Sozialamt: 45,4%, Invalidenversicherung: 46,2%).
80000 Zuwanderer jedes Jahr. Die Schweiz ist, gemessen an der verfügbaren Fläche, bereits heute das am dichtesten besiedelte Land Europas.
Die Wohnungsnot ist jetzt schon gross. Als ich meine JA Stimme abgab, dachte ich an die Zukunft des Landes, in dem ich lebe & an die Zukunft meiner künftigen Enkelkinder.
Dass ist nicht rassistisch, sondern Vernünftig!

Dem ist unter Annahme des gegenwärtigen Staatskonzeptes nichts hinzuzufügen und aus etatistischer Sicht durchaus Vernünftig!

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Vortrag – Was ist Voluntarismus und Anarchokapitalismus?

Sehr guter Vortrag von Manuel in passender Länge und viel Wissenstransfer.

Check it out!

Ps. Die Veranstaltung wurde von den jungen Liberalen organisiert; mit Parteien und Staatsgläubigen haben die Anarchos und Voluntaristen jedoch nichts am Hut!

Diskriminierung – Staat schützt Rassisten

Eine traurige, aber wahrscheinlich oft vorkommende Gegebenheit für Menschen anderer bzw. Nicht-weisser Hautfarbe hat mich bewogen diesen Bericht zu schreiben. Insbesondere wenn Kinder die Geschädigten sind.

Ein überaus aufgestelltes, fröhliches und intelligentes 8-jähriges Mädchen afrikanischer Herkunft wurde und wird von gewissen Mitschülern als „Scheisse“ bezeichnet. Das Wort „Scheisse“ ist natürlich nicht bezogen auf ihren Charakter sondern auf das rein äusserliche Merkmal der schwarzen Hautfarbe.

Traurig und weinend schildert sie ihrer Mutter die wiederkehrenden verletzenden Erlebnisse ohne die echten Gründe dafür zu verstehen. Für ein 8-Jähriges friedliebendes Mädchen müssen sich derartige Beleidigungen wie ein Stich ins Herz anfühlen. Ungeachtet wie oft die Beleidigung vorkommt, ist es bestimmt nicht förderlich bzw. sogar hinderlich um motiviert lernen zu können. Wie kann es auch, wenn am Morgen beim Aufwachen bereits der Gedanke daran, heute wieder als „Scheisse“ bezeichnet zu werden, die ganze Motivation raubt.

Natürlich liegt in erster Linie die Verantwortung bei den Eltern ihre Kinder entsprechend aufzuklären, dass man Menschen anderer Hautfarbe nicht mit „Scheisse“ betitelt. Ebenfalls müssen Lehrer aktiv werden, mit den Eltern darüber sprechen und Kinder entsprechend anweisen, solche Beleidigungen zu unterlassen.

  1. Ist es möglich für dieses Kind, solche einschneidende Negativ-Erlebnisse gar nicht erst geschehen zu lassen? Ja.
  2. Hat die Schulpflicht bzw. die scheinkostenlose Volksschule in dem Falle auch Schuld daran? Ja.
  3. Können Gesetze solche Vorkommnisse verhindern? Nein.

Die Antworten möchte ich auf Basis einer libertären, privatrechtsgesellschaftlichen Perspektive erläutern und damit aufzeigen, dass es ohne Schulpflicht, somit ohne staatsfinanzierte Schulen und nur durch freie Schulwahl eine qualitative Vielfalt geben wird; und nur OHNE Anti-Diskriminierungsgesetze rassistische Übergriffe verhindert werden können.

Führt man Diskussionen mit überzeugten Staatsbürgern und Verfechtern von Steuern, welche sich aus moralischen und sozialen Beweggründen zwanghaft enteignen lassen, stösst man vielfach an eine Wand des Irrationalen.
Anstatt ernsthaft an Lösungen für gesellschaftliche Probleme interessiert zu sein, wird der Staat als den einzigen Wohltäter gehorsam verteidigt.

Die Etatisten scheinen immun zu sein gegen Vernunft und Logik.

Bevor man überhaupt libertäre Lösungen mit Argumenten darlegen kann, werden sie als unumsetzbar zurückgewiesen. Diese Art von irrationaler Verteidigung einer Sache, kennt man eigentlich nur von Gläubigen. Glaube ist irrational, darum kann man gläubigen Menschen nicht mit Vernunft und Logik begegnen. Der Unterschied zum Staats-Gläubigen ist, dass der religiöse Gläubige auch tatsächlich eingesteht, dass er Gott verteidigt; vor allem gegen Vernunft und Logik. In diesem Sinne ist der religiöse Gläubige konsequenter und ehrlicher als der Staatsgläubige. Der Etatist verteidigt seinen Gott (Staat) aber genau so irrational. Wirft man diesen Menschen dann „Staatsgläubigkeit“ vor, wird es vehement abgestritten.
Im Endeffekt stellt man fest:

Die Diskussion mit Etatisten wird immer auf einer irrationalen statt auf einer logischen Ebene geführt. Nicht die Logik zählt, sondern die blinde Verteidigung ihres Gottes namens Staat.

Die Spitze des Eisberges (oder auch das Resultat jahrzehntelanger staatlicher Gehirnwäsche in Form von Schulen, Politiker und Medien) ist dann die völlige Umkehrung der Realität in eine Welt voller Illusionen. Als Etatist nicht mehr in der Lage die Realität zu erkennen, wird die Logik und Vernunft dermassen ad absurdum geführt, dass man als Libertärer plötzlich in einer „anderen Welt“ zu leben scheint und der Gläubige mitten in der Realität. Den tiefen Glauben an den Staat als Heilsbringen, kann man nicht einmal mehr mit folgender Feststellung die der Realität entsprechen, zumindest ins Wanken bringen:

Wenn man vom Staat gezwungen wird, seine Waffen zu tragen (in etwa Wehrpflicht) und auf Befehl Männer, Frauen, Kinder und Babies erschiessen muss, scheint das für Etatisten weniger Probleme darzustellen als wenn man als verantwortungsvoller Bürger zur Verteidigung und Notwehr eine Waffe freiwillig besitzt.

Wie soll man diese Haltung fern jeglicher Vernunft nennen?

Das viele Probleme unserer Zeit staatlichen Ursprungs sind und deshalb echte Lösungen NICHT vom Staat angeboten bzw. aufgezwungen werden können und Gesetze die sozialen Konflikte VER- anstatt ENTschärfen, möchte ich eine libertäre Alternative zum Thema „Diskriminierung“ aufzeigen.

Gemäss schweizerischen Bundesverfassung heisst es:
Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

Etatistische Lösung zur Bekämpfung der Diskriminierung:
Jede Art von Diskriminierung muss per Gesetz unter Strafe gestellt werden. Somit können gesetzestreue Bürger nicht mehr diskriminieren und diese wird verschwinden.

Fakt ist: Diskriminierung ist zwar verboten; verschwunden ist sie nicht und geholfen wurde Opfern von diskriminierendem Verhalten keineswegs. Sogar potenzielle Opfer von Diskriminierungen werden nicht geschützt, sondern hilflos gemacht.

Libertäre Lösung:
Wenn Diskriminierung nicht mehr durch ein Gewaltmonopol bestraft wird sondern durch eine freie Gesellschaft, werden sich die Diskriminierer selbst aus der freien Gesellschaft ausschliessen bzw. werden ausgeschlossen. Durch Anti-Diskriminierungs-Gesetze wird die Diskriminierung nicht verschwinden, sondern verschleiert.

Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Vor dem Eingang steht ein Türsteher der die Leute mustert und selektiv hereinlässt oder den Zugang verweigert. Der Besitzer der Location hat den Türsteher angewiesen, keine Menschen offensichtlich fremder Herkunft hereinzulassen. Grund: er möchte ein homogenes Publikum und auch seine Gäste wünschen es.
Nichtsahnend wollen Sie nun genau diesen Club besuchen. Und tatsächlich verweigert der Türsteher Ihnen den Zutritt; Begründung: unpassende Herkunft.

Ungeachtet welcher Herkunft Sie sind, hat der Türsteher sie offenkundig aufgrund äusserlichen Merkmalen (Rasse; z.B. Hautfarbe) abgewiesen.
Da man nicht gezwungen ist, diesen Club zu besuchen, wird man einen anderen Club aufsuchen in welchem man willkommen ist. Dies kann ein Club sein mit vorwiegend Menschen ähnlicher Herkunft oder auch einer mit einer Vielzahl von Menschen verschiedenster Herkunft.

Die Vielfältigkeit der Clubs und Locations reicht von homogen bis völlig durchmischt. Freiwillig wählen z.B. Homosexuelle einen Ort aus mit vorwiegend gleicher sexueller Ausrichtung; wie Heterosexuelle vorwiegend Clubs mit heterosexuellen Gästen vorziehen. Ebenso gibt es Clubs da werden vielleicht keine Homo-Paare bzw. keine Hetero-Paare reingelassen. Nicht zuletzt und in der Praxis mehrheitlich vorkommend, gibt es Orte an welchen die sexuelle Ausrichtung der Gäste völlig egal ist. Das Gleiche gilt für Orte an welchem sich freiwillig homogene Gesellschaften befinden in Bezug auf Herkunft, Rasse und Religion.

Spannend an diesem Sachverhalt der als absolut normal und gut empfunden wird, ist folgende Feststellung:
obwohl es Anti-Diskriminierungsgesetze gibt, existieren solche homogene bzw. getrennte Orte. Und diese gibt es nicht damit man Menschen diskriminieren kann, sondern weil die Nachfrage der Menschen nach homogenen Orten vorhanden ist.
Es besteht kein Annahmezwang, alle können frei wählen und sind zufrieden.

Welche Gefahr kann bestehen aufgrund bestehenden Anti-Diskriminierungsgesetzen?
Nochmals zurück zur praxisbezogenen Situation mit dem Türsteher.
Durch Anti-Diskriminierungsgesetze bzw. dessen Strafe bei Verletzung dergleichen, kann der
Türsteher den potenziellen Gast nicht mehr abweisen; zumindest kann er die Herkunft nicht als Grund nennen. Vielleicht sagt er als Begründung man habe unpassende Kleider oder Schuhe an. Da andere Gäste mit ähnlichem Outfit aber problemlos hereingelassen werden, besteht die Gefahr für den Türsteher trotzdem als Rassist bezeichnet zu werden. Bestimmt liessen sich Zeugen finden, die bei einer allfälligen Klage des abgewiesenen Gastes zugunsten des Gastes aussagen und bezeugen dass der Türsteher mit rassistischer Motivation gehandelt habe. Damit eine solche Anklage nicht geschieht, wird der Türsteher den (unpassenden) Gast einfach hereinlassen.
Nun kann folgendes geschehen: innerhalb der Location halten sich vorwiegend rassistische Menschen auf welche im besten Fall böse Blicke zuwerfen, herabwürdigende Sprüche bringen oder im schlimmsten Fall Gewalt anwenden gegen den unpassenden Gast. Egal welche Art sie wählen um dem Gast zu signalisieren dass er hier nicht erwünscht ist, er wird bestimmt das letzte Mal an diesem Ort gewesen sein. Freiwillig wird er für den nächsten Besuch einen Ort wählen wo er willkommen ist. Diese gibt’s zweifellos.
Wichtig: aufgrund der Anti-Diskriminierungsgesetze wird der Club-Besitzer sich nicht öffentlich als Rassisten bezeichnen und um genügend Kundschaft zu generieren vielleicht nur Menschen von ganz bestimmter Herkunft diskriminieren. Somit wird es schwierig für die Kunden herauszufinden, welchem Tyoen sie mit ihrem Geld Unterstützung leisten. Sie besuchen den Ort nach wie vor, würden aber sofort damit aufhören wenn sich der Besitzer als Rassist „outen“ würde.

In wie fern hat das Gesetz den „unpassenden Gast“ geschützt?
Gar nicht; er wurde sogar noch einer potentiellen Gefahr, nämlich der Gewaltanwendung gegen ihn, ausgesetzt. Ebenfalls sind die herabwürdigenden Sprüche verletzlich. In der Tat wäre der „unpassenden Gast“ besser geschützt, wenn der Türsteher ihn offen aufgrund seiner Herkunft abgewiesen hätte (weil es ihm kein Gesetz verbietet).

Im Sinne von: Danke für die Info, dass an diesem Ort rassistische Menschen verkehren und ich deshalb diesen Ort nicht besuchen werde.

Die Realität, ökonomische Gesetze und die erwünschte Abwesenheit von Anti-Diskriminierungsgesetzen sorgen nun dafür dass sich „die Diskriminierer selbst aus der Gesellschaft ausschliessen bzw. ausgeschlossen werden. Warum?

Durch die Abwesenheit von Anti-Diskriminierungsgesetzen, würden die Diskriminierer offen sagen, dass Menschen einer entsprechenden Rasse, Religion oder sexueller Ausrichtung nicht erwünscht sind. Folgendes passiert: der grösste Teil der Menschen würde solche Orte meiden. Wer möchte schon an Orten verweilen an welchem sich offenkundig Rassisten aufhalten? Niemand; ausser die Rassisten und dergleichen.
Durch das ökonomische Gesetz bleiben Betreibern von solchen Orten nur 3 Möglichkeiten:

  1. er kann mit den wenigen gleichgesinnten Gästen wirtschaftlich die Unternehmung
    führen und überleben.
  2. er braucht mehr Gäste um zu überleben und muss daher sein Image anpassen indem er sich offenkundig als „Nicht-Rassisten“ erklärt und vielleicht sogar den stammkundigen Gästen d.h. den Rassisten, den Zugang verbietet (sofern diese überhaupt noch Interesse an diesem Ort haben).
  3. er ist gezwungen die Unternehmung zu schliessen z.B. weil er überzeugter Rassist ist und dafür seine wirtschaftliche Tätigkeit aufgibt.

Steuerfinanzierte Schulen vs. Private Schulen
Viele Menschen können sich eine Gesellschaft ohne Staatschulen kaum vorstellen. „Sollte es nur noch private Schule geben, können sich viele Menschen Bildung nicht mehr leisten“, heisst der Haupteinwand gegen die Abschaffung der Staatsschulen. Dieser Einwand ist zu kurzsichtig und basiert auf Gegebenheiten die nur in unserem unfreien Schulsystem zutreffen. Da Bildung stets nachgefragt wird und unerlässlich ist für ein gutes Leben, wird es genügend Menschen geben, die Bildung bezahlen und genügend Menschen die Bildung anbieten.

Da es nun den Rahmen dieses Berichts sprengen würde, möchte ich nicht auf die vielen Argumente eingehen welche für eine Abschaffung der Staatschule sprechen und nur folgendes anmerken:

Wieviele Sprachschulen gibt es auf dem freien Markt?
Unzählige; und diese gibt es in stets hoher Qualität und sind für alle sozialen Schichten erschwinglich.
Die Frage was mit der Vielfalt passiert, wenn nun der Staat eine scheinkostenlose Sprachschule anbieten würden, liegt meines Erachtens auf der Hand. Bilden Sie sich dazu eine eigene Meinung.

Eine Welt mit Schulen welche nach ökonomischen Gesetzen funktionieren
Sind die Schulen abhängig von den Gebühren, die Kunden nur dann weiterhin bezahlen, wenn die Leistung stimmt welche nachgefragt wurde, wären sie den gleichen ökonomischen Gesetzen unterworfen wie ein Club von obigem Beispiel. In der Praxis würde dies bedeuten, dass es Schulen geben kann, in welche nur weisse Kinder gehen, andere in welchem nur schwarze Kinder sind und wieder andere wo die Herkunft egal wäre. Da es ebenfalls keine Anti-Diskriminierungsgesetze geben würde, können Schulen offenkundig kommunizieren dass bei ihnen NUR weisse bzw. schwarze Kinder aufgenommen werden. Dies wiederum bedeutet dass diese Schulen welche aufgrund rassistischen Merkmalen ihre Kunden aussuchen, es sehr schwierig haben werden zu bestehen. Die Kunden zahlen den Preis der Diskriminierung.

Die freie Wahl, direkte Finanzierung und die Vielfältigkeit wird wiederum die Eltern zu mehr Eigenverantwortung bewegen damit eine gute Schulwahl getroffen werden kann. Wird dann z.B. das Kind bewusst auf eine „gemischte“ Schule geschickt, werden die Eltern vorgängig das Kind entsprechend aufklären bezüglich Menschen anderer Herkunft und entsprechendem Aussehen.
Nichts weniger als schlimme Beleidigungen für Kinder anderer Herkunft könnten so nachhaltig der Vergangenheit angehören.
Ein Versuch lohnt sich. Definitiv.

Auch wenn es schwierig ist, in einem Blogeintrag die libertäre Ideen und Lösungsalternativen für konkrete Sachverhalte darzulegen, hoffe ich zumindest Denkanstösse geliefert zu haben. Die ganze Gedankenführung kann natürlich auch auf die Arbeitswelt angewendet werden. Check it!

Versuchen Sie zukünftig lösungsorientierte Argumente darzulegen ohne den Staat in diese einzubeziehen. Der Blick mit einer libertären Sichtweise eröffnet ungeahnte und echte zielführende Alternativen!

Wohlstand – die Freiheit schafft; der Staat rafft

Die orwellsche Begriffshoheit und geringen Kenntnisse über die Dreieinigkeit von:

  • Freiheit
  • Ökonomie
  • Wohlstand

sind durch die politischen Propagandisten, etatistischen (Zwangs-)Schulsystemen und inkompetenten Journalisten auch heute noch sehr gravierend.

Die Wohlfahrtsstaaten oder auch privilegierte Umverteilungsinstitutionen leben von diesen Begriffsumkehrungen und natürlich von dem fehlenden Wissen in der Gesellschaft über den Zusammenhang von Freiheit und Wohlstand.

Die Befürworter des Sozialstaates (Umverteilungsökonomie), für strengere bzw. mehr Gesetze zur Einschränkung der Wirtschaft und dem selbstverständlichen (aber völlig unmoralischen) Ruf für mehr Umverteilung, glauben tatsächlich die Welt ist nach folgenden Gegebenheiten aufgebaut:

  1. Staaten sorgen für Wohlstand, indem sie
  2. Gesetze erlassen um die Ökonomie zu bändigen, damit
  3. Wohlfahrt garantiert ist und müssen deshalb
  4. die soziale Gerechtigkeit per Zwang durchsetzen

Kurz gesagt: Staaten sorgen für Wohlstand; die Wirtschaft beutet aus.

Es ist ein absoluter Trugschluss zu meinen, dass Staaten jemals Wohlstand geschaffen haben.

Jeder Wohlfahrtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Ökonomie möglichst frei von Staatsinterventionen agieren kann und Eigentumsrechte gewährt sind.
Denn die Regel lautet einfach: Kann der freie Markt sein Potenzial ausschöpfen, sind die arbeitswilligen Menschen in der Ökonomie tätig, erzielen ein Einkommen welches dann teilweise vom Staat per Zwang abgenommen werden kann. Mit diesem Einkommen wird die staatliche Wohlfahrt finanziert.

Eigentumsrechte sind enorm wichtig für eine freie und wohlhabende Gesellschaft. Heute ist der Staat der „enteignende Eigentumsschützer“; die Eigentumsrechte können aber nur in einer Privatrechtsgesellschaft gänzlich und konsequent geschützt werden.

Um diese Aussagen mit Zahlen zu belegen und um ideologiegefärbten Ökonomiefeinden mit Tatsachen zu begegnen, empfehle ich einen Blick auf die Auswertung des Fraser Institutes zum „Index der wirtschaftlichen Freiheit 2012“.

Die Auflistung spricht eine deutliche Sprache:
Von den 144 ausgewerteten Staaten befindet sich die Schweiz auf Platz 4; nach Neuseeland, Singapur und Hong Kong auf Platz 1. In diesen Ländern mit hoher wirtschaftlicher Freiheit und echten Eigentumsrechten, ist der Wohlstand beachtenswert.
Die Schlusslichter d.h. die Länder auf den Plätzen 109-144 sind vielen Leuten als sog. Dritte Welt-Ländern bekannt. Es sind sozialistische Länder mit vollständig fehlenden Eigentumsrechten. Für den geneigten Leser sollte dies kein Zufall sein; die orwellsche Begrifflichkeit hat für das Eigentum im Sozialismus einen schönen Begriff gefunden: Gemeineigentum; ist zwar ein Widerspruch in sich, tönt aber (um es zynisch zu nennen) mörderisch gut. In etwa so gut wie „soziale Gerechtigkeit“.

Schaut euch die 5 Seiten an; auf der 1 Seite findet man eine Übersicht; auf den 4 folgenden Seiten sind die einzelnen Länder mit den detaillierten Rankings zur „Size of Government“, dem Rechtssystem, Eigentumsrechten und Regulierungen aufgelistet.

Economic Freedom Ratings for 2010

Für alle Menschen die weiterhin eine Schweiz weltweit unter den Top 5 der wirtschaftlichen Freiheit unterstützen und somit den Wohlstand sichern: die Freiheit schafft, der Staat rafft

Um den Gesellschaftsklempner die ewige Rede von „Libertäre, Voluntaristen und Freiheitsfreunde seien nur an der „materiellen Wohlfahrt“ interessiert, möchte ich zum Schluss noch ein treffender Auszug aus dem Buch
„Liberalismus“ von Ludwig von Mises zitieren.
Dazu muss noch gesagt werden: Liberalismus wie er u.a. von Mises vertreten wurde und heute einzig von der „Austrian School of Economics“ vertreten wird, hat mitnichten etwas mit dem vermeintlichen Liberalismus gemein der von Parteien und Etatisten vertreten wird. Die klassischen Liberalen waren im besten Falle noch „Minimal-Staatler“; die heutigen sog. Liberalen sind fast gänzlich Etatisten. Libertäre unterscheiden sich u.a. genau in dem Punkt, dass sie der Überzeugung sind, dass der beste Staat, kein Staat ist.

Die materielle Wohlfahrt

Der Liberalismus ist eine Lehre, die ganz und gar auf das Verhalten der Menschen in dieser Welt gerichtet ist. Er hat in letzter Linie nichts anderes im Auge als die Förderung der äußeren, der materiellen Wohlfahrt der Menschen und kümmert sich unmittelbar nicht um ihre inneren, um ihre seelischen und metaphysischen Bedürfnisse. Er verspricht den Menschen auch nicht Glück und Zufriedenheit, sondern nichts anderes als möglichst reichliche Befriedigung aller jener Wünsche, die durch Bereitstellung von Dingen der Außenwelt befriedigt werden können.

Diese rein äußerliche und materialistische Einstellung auf Irdisches und Vergängliches ist dem Liberalismus vielfach zum Vorwurf gemacht worden. Das Leben des Menschen, meint man, gehe nicht in Essen und Trinken auf. Es gebe höhere und wichtigere Bedürfnisse als Speise und Trank, Wohnung und Kleidung. Auch der größte irdische Reichtum könne dem Menschen kein Glück geben, lasse sein Inneres, seine Seele, unbefriedigt und leer. Es sei der schwerste Fehler des Liberalismus gewesen, daß er dem tieferen und edleren Streben des Menschen nichts zu bieten gewußt habe.

Doch die Kritiker, die so sprechen, zeigen damit nur, daß sie von diesem Höheren und Edleren eine sehr unvollkommene und sehr materialistische Vorstellung haben. Mit den Mitteln, die der menschlichen Politik zur Verfügung stehen, kann man wohl die Menschen reich oder arm machen, aber man kann nie dazu gelangen, sie glücklich zu machen und ihr innerstes und tiefstes Sehnen zu befriedigen. Da versagen alle äußeren Hilfsmittel. Alles, was die Politik machen kann, ist, die äußeren Ursachen von Schmerz und Leid beheben; sie kann ein System fördern, das die Hungernden sättigt, die Nackten kleidet und die Obdachlosen behaust. Aber Glück und Zufriedenheit hängen nicht an Nahrung, Kleidung und Wohnung, sondern vor allem an dem, was der Mensch in seinem Innern hegt. Nicht aus Geringschätzung der seelischen Güter richtet der Liberalismus sein Augenmerk ausschließlich auf das Materielle, sondern weil er der Überzeugung ist, daß das Höchste und Tiefste im Menschen durch äußere Regelung nicht berührt werden können. Er sucht nur äußeren Wohlstand zu schaffen, weil er weiß, daß der innere, der seelische Reichtum dem Menschen nicht von außen kommen kann, sondern nur aus der eigenen Brust. Er will nichts anderes schaffen als die äußeren Vorbedingungen für die Entfaltung des inneren Lebens. Und es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß der in verhältnismäßigem Wohlstand lebende Bürger des 20. Jahrhunderts leichter seine seelischen Bedürfnisse befriedigen kann als etwa der Bürger des 10. Jahrhunderts, den die Sorge um notdürftige Fristung des Daseins und die Gefahren, die ihm von Feinden drohten, nicht zur Ruhe kommen ließen.

Quellen:
http://www.freetheworld.com/
http://www.freetheworld.com/release.html
Ludwig von Mises – Liberalismus (1927)