Kategorie: Erzwungene Solidarität

Wohlstand – die Freiheit schafft; der Staat rafft

Die orwellsche Begriffshoheit und geringen Kenntnisse über die Dreieinigkeit von:

  • Freiheit
  • Ökonomie
  • Wohlstand

sind durch die politischen Propagandisten, etatistischen (Zwangs-)Schulsystemen und inkompetenten Journalisten auch heute noch sehr gravierend.

Die Wohlfahrtsstaaten oder auch privilegierte Umverteilungsinstitutionen leben von diesen Begriffsumkehrungen und natürlich von dem fehlenden Wissen in der Gesellschaft über den Zusammenhang von Freiheit und Wohlstand.

Die Befürworter des Sozialstaates (Umverteilungsökonomie), für strengere bzw. mehr Gesetze zur Einschränkung der Wirtschaft und dem selbstverständlichen (aber völlig unmoralischen) Ruf für mehr Umverteilung, glauben tatsächlich die Welt ist nach folgenden Gegebenheiten aufgebaut:

  1. Staaten sorgen für Wohlstand, indem sie
  2. Gesetze erlassen um die Ökonomie zu bändigen, damit
  3. Wohlfahrt garantiert ist und müssen deshalb
  4. die soziale Gerechtigkeit per Zwang durchsetzen

Kurz gesagt: Staaten sorgen für Wohlstand; die Wirtschaft beutet aus.

Es ist ein absoluter Trugschluss zu meinen, dass Staaten jemals Wohlstand geschaffen haben.

Jeder Wohlfahrtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Ökonomie möglichst frei von Staatsinterventionen agieren kann und Eigentumsrechte gewährt sind.
Denn die Regel lautet einfach: Kann der freie Markt sein Potenzial ausschöpfen, sind die arbeitswilligen Menschen in der Ökonomie tätig, erzielen ein Einkommen welches dann teilweise vom Staat per Zwang abgenommen werden kann. Mit diesem Einkommen wird die staatliche Wohlfahrt finanziert.

Eigentumsrechte sind enorm wichtig für eine freie und wohlhabende Gesellschaft. Heute ist der Staat der „enteignende Eigentumsschützer“; die Eigentumsrechte können aber nur in einer Privatrechtsgesellschaft gänzlich und konsequent geschützt werden.

Um diese Aussagen mit Zahlen zu belegen und um ideologiegefärbten Ökonomiefeinden mit Tatsachen zu begegnen, empfehle ich einen Blick auf die Auswertung des Fraser Institutes zum „Index der wirtschaftlichen Freiheit 2012“.

Die Auflistung spricht eine deutliche Sprache:
Von den 144 ausgewerteten Staaten befindet sich die Schweiz auf Platz 4; nach Neuseeland, Singapur und Hong Kong auf Platz 1. In diesen Ländern mit hoher wirtschaftlicher Freiheit und echten Eigentumsrechten, ist der Wohlstand beachtenswert.
Die Schlusslichter d.h. die Länder auf den Plätzen 109-144 sind vielen Leuten als sog. Dritte Welt-Ländern bekannt. Es sind sozialistische Länder mit vollständig fehlenden Eigentumsrechten. Für den geneigten Leser sollte dies kein Zufall sein; die orwellsche Begrifflichkeit hat für das Eigentum im Sozialismus einen schönen Begriff gefunden: Gemeineigentum; ist zwar ein Widerspruch in sich, tönt aber (um es zynisch zu nennen) mörderisch gut. In etwa so gut wie „soziale Gerechtigkeit“.

Schaut euch die 5 Seiten an; auf der 1 Seite findet man eine Übersicht; auf den 4 folgenden Seiten sind die einzelnen Länder mit den detaillierten Rankings zur „Size of Government“, dem Rechtssystem, Eigentumsrechten und Regulierungen aufgelistet.

Economic Freedom Ratings for 2010

Für alle Menschen die weiterhin eine Schweiz weltweit unter den Top 5 der wirtschaftlichen Freiheit unterstützen und somit den Wohlstand sichern: die Freiheit schafft, der Staat rafft

Um den Gesellschaftsklempner die ewige Rede von „Libertäre, Voluntaristen und Freiheitsfreunde seien nur an der „materiellen Wohlfahrt“ interessiert, möchte ich zum Schluss noch ein treffender Auszug aus dem Buch
„Liberalismus“ von Ludwig von Mises zitieren.
Dazu muss noch gesagt werden: Liberalismus wie er u.a. von Mises vertreten wurde und heute einzig von der „Austrian School of Economics“ vertreten wird, hat mitnichten etwas mit dem vermeintlichen Liberalismus gemein der von Parteien und Etatisten vertreten wird. Die klassischen Liberalen waren im besten Falle noch „Minimal-Staatler“; die heutigen sog. Liberalen sind fast gänzlich Etatisten. Libertäre unterscheiden sich u.a. genau in dem Punkt, dass sie der Überzeugung sind, dass der beste Staat, kein Staat ist.

Die materielle Wohlfahrt

Der Liberalismus ist eine Lehre, die ganz und gar auf das Verhalten der Menschen in dieser Welt gerichtet ist. Er hat in letzter Linie nichts anderes im Auge als die Förderung der äußeren, der materiellen Wohlfahrt der Menschen und kümmert sich unmittelbar nicht um ihre inneren, um ihre seelischen und metaphysischen Bedürfnisse. Er verspricht den Menschen auch nicht Glück und Zufriedenheit, sondern nichts anderes als möglichst reichliche Befriedigung aller jener Wünsche, die durch Bereitstellung von Dingen der Außenwelt befriedigt werden können.

Diese rein äußerliche und materialistische Einstellung auf Irdisches und Vergängliches ist dem Liberalismus vielfach zum Vorwurf gemacht worden. Das Leben des Menschen, meint man, gehe nicht in Essen und Trinken auf. Es gebe höhere und wichtigere Bedürfnisse als Speise und Trank, Wohnung und Kleidung. Auch der größte irdische Reichtum könne dem Menschen kein Glück geben, lasse sein Inneres, seine Seele, unbefriedigt und leer. Es sei der schwerste Fehler des Liberalismus gewesen, daß er dem tieferen und edleren Streben des Menschen nichts zu bieten gewußt habe.

Doch die Kritiker, die so sprechen, zeigen damit nur, daß sie von diesem Höheren und Edleren eine sehr unvollkommene und sehr materialistische Vorstellung haben. Mit den Mitteln, die der menschlichen Politik zur Verfügung stehen, kann man wohl die Menschen reich oder arm machen, aber man kann nie dazu gelangen, sie glücklich zu machen und ihr innerstes und tiefstes Sehnen zu befriedigen. Da versagen alle äußeren Hilfsmittel. Alles, was die Politik machen kann, ist, die äußeren Ursachen von Schmerz und Leid beheben; sie kann ein System fördern, das die Hungernden sättigt, die Nackten kleidet und die Obdachlosen behaust. Aber Glück und Zufriedenheit hängen nicht an Nahrung, Kleidung und Wohnung, sondern vor allem an dem, was der Mensch in seinem Innern hegt. Nicht aus Geringschätzung der seelischen Güter richtet der Liberalismus sein Augenmerk ausschließlich auf das Materielle, sondern weil er der Überzeugung ist, daß das Höchste und Tiefste im Menschen durch äußere Regelung nicht berührt werden können. Er sucht nur äußeren Wohlstand zu schaffen, weil er weiß, daß der innere, der seelische Reichtum dem Menschen nicht von außen kommen kann, sondern nur aus der eigenen Brust. Er will nichts anderes schaffen als die äußeren Vorbedingungen für die Entfaltung des inneren Lebens. Und es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß der in verhältnismäßigem Wohlstand lebende Bürger des 20. Jahrhunderts leichter seine seelischen Bedürfnisse befriedigen kann als etwa der Bürger des 10. Jahrhunderts, den die Sorge um notdürftige Fristung des Daseins und die Gefahren, die ihm von Feinden drohten, nicht zur Ruhe kommen ließen.

Quellen:
http://www.freetheworld.com/
http://www.freetheworld.com/release.html
Ludwig von Mises – Liberalismus (1927)

Unternehmer und Beamte – Antonym per Definition

Vernünftige Menschen vermeiden wenn möglich den Gang auf Behörden.
Nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, sind aber alle Menschen gezwungen aus bestimmten Gründen Behörden aufzusuchen bzw. dort zu erscheinen. Die Gründe sind sehr vielfältig und treffen viele private Lebensbereiche. Dies ist nebenbei ein Indiz dafür wie die Staatsbürokratie in unser Leben eingreift.

Selten hört man die Menschen von einem positiven Gang auf Behörden reden; oder von einem freundlichen Beamten. Sollte es tatsächlich mal ein freundliches Erlebnis gegeben haben, wird es speziell betont. Freundliche bzw. „nicht-arrogante“ Beamte sind in etwa so selten anzutreffen wie wasserliebende Katzen.
Diese Faustregel ist universell gültig; länderspezifisch ist es lediglich der Unterschied zwischen unfreundlich über arrogant bis zu respektlos. Von physischer Gewalt mal ganz abzusehen.

Alltag der Menschen in der Zusammenkunft mit:

Unternehmen:

  • es wird als selbstverständlich erachtet, dass man als Kunde gut und freundlich behandelt wird; schlechte Behandlung wird nicht akzeptiert. Ein solches Geschäft wird nicht mehr besucht, da man nicht bereit ist, dafür zu bezahlen. Die Nachsicht hat der unfreundliche oder arrogante Unternehmer. Hat man eine schlechte Erfahrung gemacht, wird sie speziell erwähnt.

Behörden:

  • es ist selbstverständlich, dass man als Bürger schlecht und unfreundlich behandelt wird; schlechte Behandlung wird akzeptiert. Eine solche Behörde wird nach wie vor aufgesucht, da man gezwungen ist, diese zu bezahlen. Die Nachsicht hat der gepeinigte Bürger. Hat man eine gute Erfahrung gemacht, wird sie speziell erwähnt.

Behörden rauben unser Geld, welches wir für unseren Lebensunterhalt erarbeitet haben, damit sie ein Produkt namens „Bürokratie“ erzeugen können, welches uns dann aufgezwungen wird. Es ist ein derart schlechtes Produkt, das in einer freien Gesellschaft weder in die staatliche Bürokratie investiert noch die staatliche Bürokratie gekauft wird. Keiner würde freiwillig sein Geld für Lohnzahlungen an arrogante und respektlose Beamte abgeben, geschweige denn für die staatliche Bürokratie zu bezahlen um den damit verbundenen Eingriff in die Selbstbestimmung zu finanzieren.

Warum werden dienende Unternehmer bzw. Selbstständige verteufelt und gleichzeitig die Beamten gelobt für die Umsetzung von Gesetzen zur Eindämmung des Unternehmertums?

Unternehmertum basiert auf Dienen; Beamtentum basiert auf Herrschen.

Die Unkenntnis über echte freie Marktwirtschaft, die Fehlurteile über „gierige“ Unternehmer (welche ein Bruchteil in der Marktwirtschaft ausmachen) und die monotone Unternehmer- und marktfeindliche Stimmung welche in den staatsgläubigen Massenmedien täglich verbreitet werden, sind bestimmt nicht förderlich für den nötigen Respekt der den echten Unternehmern und Selbständigen entgegengebracht werden müsste.

Das der Staat an selbständigen Menschen kein Interesse hat, ist logisch nachvollziehbar. Selbstständigkeit animiert und verlangt nach mehr Selbstbestimmung. Selbstbestimmung ist die grösste Konkurrenz für die staatliche Bürokratie.

Beispiel: Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Auszug aus der Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zürich:

Die ALV darf Selbständige nicht unterstützen, weil sie damit den Markt verfälschen würde.
Sie würde nämlich auf diese Weise Selbständige, die gleichzeitig arbeitslos gemeldet sind, subventionieren und diese wären so im Vorteil gegenüber Selbständigen, die nicht arbeitslos gemeldet sind.

Wo ist das Problem?

Als Selbständiger fällt man aus dem sozialen Auffangnetz der Zahlungen die man erhält, wenn man arbeitslos wird. Da der Staat per Zwangsabgabe die Arbeitslosenversicherung finanziert und somit ein Monopol über diese Art von sozialer Absicherung hat, kann und gibt es keinen Anreiz in private Arbeitslosenversicherungen für Selbstständige zu investieren und dann anzubieten.
Würde es diese geben, gäbe es bestimmt mehr Selbstständige und somit weniger Abhängige vom zwangbasierten Wohlfahrtsstaat.

Es ist also überaus heuchlerisch und realitätsfremd zu behaupten, dass eine ALV, die Selbständige unterstützt, marktverfälschend sei aber gleichzeitig DIE Behörde mit der Zwangsabgabe ALV als DER Marktverfälscher zu sein.
Geschweige denn der Tatsache, dass jede Staatsintervention marktverfälschende Auswirkungen hat.

Eine Arbeitslosenversicherung ist eine gute Sache; aber sie muss freiwillig sein. Nur so wird einen vielfältigen aber flächendeckenden und den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen angepassten Versicherungsschutz gewährleistet.
Auch den Selbstständigen.

Folgend noch ein Auszug aus einer Analyse von Rahim Taghizadegan vom Institut für Wertewirtschaft zum Begriff des Selbständigen bzw. Unternehmers.

Die Berufung des Unternehmers

Als positiver Rest des Unternehmerbegriffs bleibt die Selbständigkeit und die Verantwortung.
Nur hierbei handelt es sich tatsächlich um Ideale, die anzustreben sind. Verantwortung ist unbequem, denn sie bedeutet das Riskieren des eigenen Vermögens, des eigenen Rufes, womöglich des eigenen Lebens.
Selbständigkeit hat wenig Heroisches an sich, die meiste Zeit handelte es sich um einen ganz selbstverständlichen Aspekt des menschlichen Lebens, den man nicht sonderlich betonen mußte. Darum verwendete man dafür auch keinen großen, neuen Begriff. Als das Wort „Unternehmer“ aufkam, da war diese Selbständigkeit schon im Schwinden begriffen. Heute ist diese Selbständigkeit nicht mehr so selbstverständlich, darum darf sie betont werden.

Warum ist Selbständigkeit ein Ideal?

Weil sie die Identifikation mit einem eigenen Werk ermöglicht und Menschen zu eigener Verantwortung animiert – ihnen also Eigenes anstelle von Fremdem bietet und somit das beste Rezept gegen die vielbeklagte Entfremdung darstellt. Zudem bedeutet eine größere Zahl von Selbständigen eine geringere durchschnittliche Unternehmensgröße. Kleinere Einheiten bieten in der Regel einen menschlicheren, weil menschennäheren Bezug.
Der Lebensweg des Massenmenschen, der in überdimensionierten Schlafburgen wohnt, in überdimensionierten Betrieben arbeitet und an überdimensionierten Gesellschaften partizipiert, ist ein besonders trostloser und nicht nachhaltiger. Zu dieser Existenz ist ein selbständiges Leben und Wirken in menschlicheren Einheiten die einzige Alternative. Dies ist ein Aspekt und noch keine eigene Berufung.

Selbständigkeit ist ein Weg, konkrete Berufungen zu leben.
Selbständigkeit erleichtert es, eine ganz persönliche Berufung zu finden, zu entwickeln und auszuüben.

Der Weg zum Leben dieser Berufung ist theoretisch simpel und praktisch unendlich schwer.

Er ist hinreichend simpel, sodaß man kein großes Aufhebens darum machen muß. Dieser Realtypus ist zu langweilig für Hochglanzmagazine, sein Lebensweg ein zu naheliegender. Doch heute ist das Nächstliegende oft das Entfernteste und Schwierigste.

Die Berufung, ein eigenes Werk auszuüben, manifestiert sich in der Regel in fünf Etappen, die niemals abgeschlossen sind:

  • Lernen
  • Üben
  • Dienen
  • Sparen
  • Investieren

Ein Werk lernt man nicht in Schulen oder an Universitäten, sondern durch das Üben. Das Üben ist zugleich ein Ausüben, das zur Meisterschaft führt und das täglich Brot verdienen läßt. Das Verdienen ist stets ein Dienen: Das Werk, das für den Mitmenschen wertlos ist, mag von hohem Wert sein, nährt uns aber nicht. Wer von seiner Arbeit ehrlich leben will, muß dienen. Da man dieses Dienen nicht gänzlich in der Hand hat, sondern auf die Wertschätzung und Zahlungsbereitschaft des Nächsten angewiesen ist, muß man errungene Werte bewahren. Dies ist auch der einzige Weg, das Werk zu verbessern und das Verdienst zu vergrößern: Indem diese Ersparnisse reinvestiert werden, indem die geschaffenen Werte wieder eingesetzt und riskiert werden, um größere Werte für unsere Mitmenschen hervorbringen zu können.

Zwar ist die Selbständigkeit eine Alternative zu sinnleeren Jobs, doch sie ist der schwierigere, unbequeme Weg. Kleine Selbständige finden in unserer Wirtschaftsstruktur nur noch wenig Atemluft. Oft bietet sich für diese Selbständigkeit nur der hochskalierte Vertrieb von massenproduziertem Gerümpel an, der den Konsumenten psychologisch geschickt „aufgedrückt“ werden muß.

Die heutige Betonung des Unternehmers und das Bemühen der Politik um das Unternehmertum sind klare Zeichen dafür, daß die einfache und ehrliche Wirtschaftstätigkeit immer weniger Raum findet.