Markt oder Ausbeutung = Freiheit oder Staat

Ich stelle folgende These auf, welche ich nachfolgend beweisen werde:

Markt UND Staat = Erzeugung von Ausbeutung
Markt UND Freiheit = Eliminierung von Ausbeutung

Kapitalismus ist ein Kampfbegriff, ebenfalls Kommunismus. Staat auch. Und Freiheit sowieso.

Um Missverständnisse zu vermeiden und damit auf das Wesentliche den Fokus gelegt werden kann, bedingt es einige Begriffsdefinitionen für den nachfolgenden Bericht:

Markt:

  • freier Markt d.h. ohne jeglichen (staatlichen) Interventionismus
  • freiwillige Kooperation auf der Basis von Verträgen

Freiheit:

  • Selbstbestimmung
  • Eigentums- bzw. Naturrecht auf den eigenen Körper, das eigene Leben und die Früchte der eigenen Arbeit

Staat:

  • das Recht den Bürgern per Zwangsabgabe (Steuern) ihr Eigentum zu rauben
  • das Gewaltmonopol dem sich alle Bürger unterwerfen müssen; Gesetzgeber und Vollstrecker; Richter und Henker

Staatsgläubigkeit / Etatismus:

  • der Staat ist Gott; wie in einem religiösen Glauben wird Gott bzw. der Staat nicht in Frage gestellt.
  • gemäss Wikipedia-Definition: dem Staat eine überragende Bedeutung im wirtschaftlichen und sozialen Leben einräumen und in der Regel mit zentralistischen (planwirtschaftlichen) Staatsauffassungen verbunden….die Zuständigkeit des Staates zu Lasten der Rechte, der Kompetenzen und der Selbständigkeit der Gesellschaft auszuweiten.

Die Herausforderungen und Probleme unserer Zeit werden von den meisten Menschen erkannt. In wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht werden Missstände wie Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt diskutiert.

Unzählige Organisationen buhlen um Aufmerksamkeit; mit professionellen Marketingstrategien wird um Geldgeber geworben.
Die Organisationen decken in der Tat Missstände auf, aber aufgrund der blinden Staatsgläubigkeit wird der Henker zum Richter gemacht.
Es wird sogar manchmal der Staat als „Teil des Problems“ erkannt; aber keineswegs als Ursache.
Und bevor der Staat als möglichen Problemverursacher angeprangert wird, sind schon wieder von weit links bis ganz nach rechts, von unten und von oben die Rufe nach einer Staatsintervention zu hören.

Alle Politiker, aller etablierten Medien, alle grossen Organisationen und leider der grösste Teil einer Bevölkerung
analysieren entweder aus Eigeninteresse oder aufgrund fehlendem Verständnis und Unwissenheit, die Missstände und deren Ursachen schlichtweg falsch.

Es ist die klassische und immer wieder funktionierende Taktik: Problem – Reaktion – Lösung
Der Staat erzeugt ein Problem, dieses Problem zieht eine Reaktion aus der Bevölkerung nach sich und dann wird eine Lösung vom Staat angeboten bzw. von den Menschen verlangt.
Solange der Staat nicht als Hauptursache des Problems erkannt wird, ist der Teufelskreis geschlossen und die Taktik funktioniert.

Mit diesen Vorbemerkungen möchte ich zurück zum eigentlichen Thema kommen:

  • Markt oder Ausbeutung = Freiheit oder Staat

Die These dass der Markt in Verbindung mit dem Staat die Ausbeutung von Menschen und Einschränkung der Freiheit bedeutet und die einzige echte Lösung die Entfernung der Komponente Staat ist, möchte ich anhand eines Berichts von Greenpeace aufzeigen. Greenpeace reiht sich wunderbar in die etatistischen Organisationen ein und bildet dementsprechend keine Ausnahme. Aber Greenpeace deckt hin und wieder Missstände auf.
Die Lösungen jedoch bedeuten wie üblich: mehr Etatismus. Die Brandstifter sollen einmal mehr das Feuer löschen.

In unserem Fall geht es um folgendes Thema: EU-Fischfang vor Westafrika

Greenpeace hat im Jahr 2012 einen Bericht veröffentlich mit dem Untertitel:
Europäische Steuerzahler finanzieren gigantische Fischfabrikschiffe, die vor Westafrika die Meere leerfischen

Dieser Untertitel lässt zuerst hoffen; nämlich dass erkannt wird, dass die Erhebung von Steuern d.h. die Enteignung von Bürgern, welche nur Staaten per Gewaltmonopol durchsetzen können, das Problem der Ausbeutung verursacht.

Leider hält der Greenpeace-Bericht dann inhaltlich nicht dass, was der Untertitel verspricht.
Der Artikel ist voll von etatistischen Lösungsvorschlägen.

Ich werde nun den Bericht zitieren und kommentieren um die Paradoxie der Staatsgläubigkeit zu untermauern.
Ebenfalls um die oben genannte These zu beweisen:

  • Markt UND Staat = Erzeugung von Ausbeutung
  • Markt UND Freiheit = Eliminierung von Ausbeutung

Sämtliche nachfolgende Zitate und Auszüge stammen von einem Greenpeace-Bericht welcher unter folgendem Link zu finden ist: http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Reports/meere_PFA-Report-2012_02.pdf

Beginnen wir mit einem Zitat einer EU-Kommissarin:

  • „Unsere Flotte ist ‘übergewichtig’ – und unsere Bemühungen sie zu verkleinern haben uns bis jetzt keine Ergebnisse geliefert. Die Steuergeld-Verschwendung für zerstörerische Subventionen muss ein Ende haben. Wir müssen unsere Überkapazität reduzieren und unsere Flotte verkleinern.“

Dem ist nichts hinzuzufügen; aber wirft eine grundlegende Frage auf: sind die Subventionen dass grosse Übel oder die Enteignung der Bürger durch die EU mit deren Eigentum dann die Subventionen erst ermöglicht werden?

Es geht weiter in der Problemfeststellung gespickt mit einem stummen Schrei nach Staatsinternvention:

  • Die EU-Regierungen haben bisher wenig dafür getan, die zerstörerische Macht ihrer aufgeblasenen Flotten zu bremsen. Im Gegenteil: Spanien beispielsweise finanziert Unternehmen, die in illegale Fischerei verwickelt sind. Zusammen investieren Spanien und Frankreich EU-Fördergelder in die Grundschleppnetzfischerei in der Tiefsee.

Mit der Parole: …Die Regierungen haben bisher wenig unternommen… schwingt unüberhörbar der Ruf nach einer aktiven und starken Staatsintervention mit. Hier beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz. Das Problem ist einerseits die Zwangs-Enteignung der Bürger über Steuern, welche die illegale Fischerei subventioniert; das Problem soll aber durch den Enteigner gelöst werden. Soll er sich aktiv selber bekämpfen?
Die wirksamste Lösung ist, dass die Regierungen keine Möglichkeit haben, ihre Bürger zu enteignen und somit auch keine Subventionen stattfinden können. Ohne Steuern, keine Subventionen und ohne Subvention keine „übergewichtigen“ Flotten.

Anstatt aber die Zwangs-Enteignung weiter in Frage zu stellen, was einer grundsätzlichen Staatskritik gleichkommt, wird die Schuld gespickt mit Propaganda weggeleitet auf die Unternehmen um diese anzugreifen. Sehen Sie selbst:

  • Die EU versucht das Problem der Überfischung in Europa zu umgehen, indem sie ihre Flotte nach Übersee verlagert. Millionen Steuergelder der öffentlichen Hand werden verwendet, um Fischfangrechte in Westafrika und im Pazifik einzukaufen. Sie machen es möglich, dass Privatunternehmen die Gewässer der ärmsten Länder der Welt plündern. Am Beispiel der „Pelagic Freezer-Trawler Association“ (PFA) lassen sich die schädlichen Auswirkungen von europäischen Firmen auf Fischbestände und Fischereigemeinden in Westafrika besonders gut verdeutlichen. Die Flotte der PFA besteht aus 34 Fabrikschiffen, die zu den größten und PS-stärksten der Welt gehören.

Haben Sie die Fehler gefunden?

  1. Mit Steuergeldern in Millionenhöhe werden Fangrechte (welche ebenfalls Staaten vergeben) eingekauft und dies ermöglicht es Privatunternehmen die Gewässer zu plündern. Ein Privatunternehmen welches vom Staat finanziert und subventioniert wird, ist per Definition KEIN Privatunternehmen mehr sondern ein Staatsunternehmen.
  2. Ein privates Unternehmen dass nach den natürlichen Marktgesetzen eines freien Marktes agiert, hätte niemals ein solch hohes Kapital in kürzester Zeit erarbeiten und investieren können, damit 34 der grössten und stärksten Fabrikschiffe gebaut und betrieben werden könnten. Nur die Subventionierung durch enteignete Bürger hat diesen künstlichen technischen „Fortschritt“ und die Monopolstellung ermöglicht. Staatsunternehmen sind isolierte und geschützte Inseln des unfreien Marktes. In einem freien Markt wäre Isolation, Schutz und Subventionierung durch den gewaltmonopolisten Staat undenkbar.

Und dann der übliche und laute Ruf nach mehr Staat:

  • Es ist nicht zu spät für eine Kehrtwende der EU. Mit der alle zehn Jahre stattfindenden Reform ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) bietet sich derzeit für Europa die Chance, seine Fischerei endlich nachhaltig und gerecht zu gestalten. Dies gilt auch für die externe Dimension der EU-Flotte: Greenpeace fordert die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament auf zu verhindern, dass die europäische Flotte die eigenen Meere zerstört.

Keine Spur mehr von einer echten kritischen Auseinandersetzung mit dem ursächlichen Problem. Anstatt den Raub der Regierungen an seinen Bürgern zu verurteilen, wird an die Aushängeschilder und deren subventionierte Tätigkeit der Räuber appelliert. Der Politik.

Dann folgen wichtige Fakten:

  • An der Küste Westafrikas leben 1,5 Millionen Fischer von der kleinen Küstenfischerei.
    Weitere Millionen Menschen sind von der Existenz dieser Fischerei abhängig: in der Fischverarbeitung, im Verkauf, im Transport des Fisches zu den Märkten sowie im Bootsbau.
  • Die Menge an Beifang – mitgefangener Fisch, der tot wieder über Bord geht – auf einem einzigen PFA-Trawler könnte in Mauretanien 34.000 Menschen ein Jahr lang ernähren.
  • Zur Sicherung der Fischereirechte für PFA-Schiffe vor Mauretanien und Marokko finanzieren EU-Steuerzahler über 90 Prozent der Kosten, damit große Privatunternehmen in dieser Meeresregion fischen dürfen

Und wieder eine bewusste Propaganda-Phrase: wenn Steuerzahler 90% der Kosten finanzieren für Fischereirechte kann man nicht von Privatunternehmen sprechen. Es sind und bleiben Staatsunternehmen. Fischreirechte d.h. Gewässerrechte sind in etwa vergleichbar mit Bodenrechten. Bodenankauf sind für eine Firma Investitionen die in einem freien Markt durch Fremd- und Eigenkapital finanziert werden müssen. Nicht mit Geld, dass von Bürgern geraubt worden ist.

Wenn man der Meinung ist, dass die Unternehmen die Ausbeuter sind, dann sollte folgendes festgehalten werden:

  • Jeder Steuerzahler ist mitverantwortlich für die Ausbeutung und den Mord an den Menschen z.B. in Westafrika.
    Solange man Steuern bezahlt, ist man Verantwortlich dafür. Ist man nicht gegen die Erhebung von Steuern und lehnt somit die Staatsgewalt ab, ist und bleibt man als Steuerzahler verantwortlich für die Ausbeutung. Die Steuerzahler finanzieren die Regierungen; die Regierungen finanzieren durch Subventionen die Ausbeutung.

Damit ist die folgende These bewiesen:

Markt UND Staat = Erzeugung von Ausbeutung

Weiter mit Zitaten der EU-Kommission:

  • …große Teile der europäischen Flotte sind wirtschaftlich nicht lebensfähig…die europäische Fischerei ist wirtschaftlich unrentabel, trägt zu sozialer Instabilität bei und bietet nur wenige Arbeitsplätze.

weiter heisst es:

  • …dass sich ohne Zuschüsse aus öffentlicher Hand ihr durchschnittlicher Jahresgewinn von 54,7 Millionen Euro in Verluste von 50,3 Millionen Euro verwandeln würde.

Mit anderen Worten: ein Unternehmen, das keine Überlebenschance hat und konkurs gehen würde.

Noch deutlicher: es sind (Staats-) Unternehmen welche das geraubte Eigentum der Bürger umverteilen und dann kassieren.
Ohne jegliche Bedürfnisbefriedigung der Konsumenten und Kunden.
Es ist die völlige Umkehrung der natürlichen Logik eines freien Marktes.
Ein Unternehmen im freien Markt kann nur überleben wenn es die Bedürfnisse der Menschen befriedigt d.h. wenn die Menschen freiwillig ihr erarbeitetes Geld dem Dienstleister für eine entsprechende Gegenleistung abgeben.
Nur dann bleibt das Unternehmen rentabel.
Die Menschen sollen als Arbeitgeber dem Unternehmen freiwillig ihre Arbeitsleistung verkaufen. Eine Firma kann aber nicht jede Arbeitsleistung zu jedem Preis kaufen.
Wenn die Firma ein Angebot macht, kann der Arbeitgeber ohne Zwang zustimmen oder ablehnen. Der Wettbewerb und die Vielfalt ermöglicht es dem Arbeitgeber ein Unternehmen zu finden, an dem er seine Arbeitsleistung zu einem für ihn rentablen Preis verkaufen kann.

Auch eine anhaltende Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau ist durch Staatsinterventionismus verursacht.
Je mehr wirtschaftlicher Freiheit d.h. die Abwesenheit von Staatsinterventionen, umso weniger Arbeitslosigkeit.
Die Schweiz ist und bleibt das Land mit der europaweit höchsten und weltweit vierthöchsten wirtschaftlichen Freiheit.
Die Arbeitslosigkeit bewegt sich immer zwischen 2% und 3%. Dies ist aber eine individuell vorübergehende Arbeitslosigkeit und kann weder im freien Markt noch im Sozialismus eliminiert werden.

Das Liberale Institut schreibt im Jahresbericht 2012 zum Index der wirtschaftlichen Freiheit:

  • Analysen basierend auf den aktuellen Daten des Index dokumentieren einen signifikant positiven Einfluss wirtschaftlicher Freiheit auf wirtschaftliche Selbständigkeit. Länder mit geringer Regulierung und Steuerbelastung weisen einen höheren Grad unternehmerischer Initiative in der Bevölkerung auf. Ein höherer Grad an Unternehmertum steigert wiederum die Faktorproduktivität einer Volkswirtschaft und befördert so den Wohlstand.

Damit ist auch die zweite These bewiesen:

Markt UND Freiheit = Eliminierung von Ausbeutung

Lassen Sie sich in Zukunft nicht mehr durch Unkenntnis und Propaganda zu einer Denkabkürzung verleiten, welche reflexartig einen Ruf nach einem stärkeren Staat verursacht.
Recherchieren Sie selber nach den wahren Ursachen verschiedener Missstände in Ihrem Umfeld, dem Land dem Sie leben oder auch global.
Nicht selten werden Sie den Staat als den Verursacher von kleinen über grössere bis zu den grausamsten Missstände erkennen.
Der Staat kann keine Lösung anbieten; er ist das Problem selbst.

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